Pirozeda-Hat

Nachdem der Pirozeda relativ beliebt ist habe ich ein neues Design erstellt, das ein paar Punkte in Angriff nimmt die mir bis jetzt nicht so gut gefallen haben:

Folgendes ist neu:

  • Entspricht (größtenteils) den Raspberry Pi HAT-Spezifikationen (inkl. EEProm)
  • Neben dem Optokoppler kann man nun auch einen ADUM1301 verwenden
  • …oder einfach Widerstände, wenn man sich der Sache sicher ist
  • Mit ADMUM1301 oder Direktverbindung können nun hardwareseitig einfach Firmware-Updates aufgespielt und der µC resettet werden
  • Am Mikrocontroller gibt es nun zwei Status-LEDs
  • Es gibt nun eine RTC (DS1307Z)

Wer die Design-Daten vorab haben will, kann sich gerne bei mir melden. Sobald sie aufgeräumt sind, kommt natürlich alles auf die Projektseite.

Was noch ganz cool wäre, aber hinsichtlich Platz wahrscheinlich nicht mehr geht: Steckplatz für ein kleines Display und eine Status-LED könnte auch mit dem Pi verbunden sein (um auf ersten Blick den Status der kompletten Verarbeitungskette zu sehen).

(Schöne) Warteschleifenmusik

Heidewitzka, wie die Zeit vergeht. Die Wochen(enden) rasen vorbei und ja, hier gibt es leider weiterhin vergleichsweise wenig. Das liegt allerdings nicht daran, dass ich keine Lust hätte. Neben den zeitlichen Problemen spielt noch eines dazu: nach dem versumpfen des Datenloggers möchte ich keine angefangenen und niemals in einer Form weiter gemachten Projekte/Artikel mehr online stellen.

Zugegebenermaßen ist es bei der Energieerfassung ähnlich, aber: das Teil bekommt wahrscheinlich ein ordentliches Upgrade mit Raspberry Pi (oder einem anderen Embedded-Board). Der AVR ist zwar nett, weil man ihn nicht so schnell in die Knie zwingt – die Uptime ist genau ein Jahr, Unterbrechungen gab es nur durch Routerausfall (wodurch sich der AVR irgendwann wegen fehlendem Traffic resettet) und Stromausfall. Abgesehen davon verrichtet das Teil seit nun 4 Jahren fast ununterbrochen seinen Dienst. Die Reset-Taste hätte ich mir sparen können.

Für die meisten ist wahrscheinlich interessanter, was für Projekte & Artikel in Planung sind – da kann ich schon ein paar Dinge versprechen:

Es kommt ein Artikel zur „Maximalminimierung“ der Schaltung im VBus-Decoder. Der Wiki-Markup davon hat momentan knapp 12 KB und es wird noch mehr. Allerdings ist der Aufschrieb noch nicht ganz fertig und ein paar Dinge komisch/doppelt/nicht gut beschrieben. Sicher ist aber, dass das Teil kommt. Eventuell sogar mit einem Schmitt-Trigger-für-Dummies-Modus – heißt: Spannungswerte rein, „optimale“ Schaltung raus.

Zweite Dauerbaustelle (sogar schon einmal hier erwähnt): Eine Lichtsteuerung für eine Modellbahn. Ich bin immer noch schwer mit der Firmware beschäftigt, Teile der Hardware sehen schon ganz passabel aus und die Dokumentation wächst. Ersteres ist in der Struktur zwar „gewachsen“, aber nicht zwangsläufig im negativem Sinne. Der Funktionsumfang ist deutlich größer als ich am Anfang für möglich gehalten habe – (sowas ähnliches wie) PWM mit 10 Bit Auflösung bei > 100 Hz und 40 Kanälen. Die einzelnen Kanäle lassen sich absolut und relativ sowohl linear als auch logarithmisch (letzteres noch nicht optimal) setzen. Die Änderungen sind als Gruppen und in Transaktionen möglich. Dazu kommt noch ein Fader (ebenfalls transaktionsfähig, momentan aber nur lineares Fading). So wie es aussieht, passt auch noch ein Sequencer in die Firmware. Die Kommunikation läuft über ein eigenes Protokoll „oberhalb“ von RS485. Wie gut das mit der Kollisionsvermeidung und -Erkennung funktioniert, muss ich noch herausfinden.

Dritte Bausteille: Ich hab bei mir in der Arbeit einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch für daheim ergattern können. Leider bewegt die Elektronik ihn nur um einen Zentimeter. Erste Idee war, alles neu zu machen, damit aber ein Ende in Sicht ist, soll bei dem Teil erst einmal die Grundfunktion wiederhergestellt werden. Also: Reparatur und etwas Reverse Engineering. Artikel ist schon in der Entstehung, allerdings noch nicht sonderlich fortgeschritten.

Warum der Pi abschmiert

In meinem Artikel „Zeitraffer mit Linux“ habe ich geschrieben, dass wohl die Kamera oder deren Treiber irgendwann abstürzt – das ist so nicht ganz richtig. Zwar Macht die Kamera nach den „Abstürzen“ komische Dinge (die LED bleibt dauerhaft an), aber sie ist nicht die Ursache.

Nachdem der Raspi – nachdem ich ein weiteres Script für ein kleines Experiment, das Daten aus dem Internet zieht – sehr zuverlässig abstürzte, wagte ich einen Blick in die Systemlogs (an die ich anfangs gar nicht dachte). Demnach ist wohl weder die Kamera noch deren Treiber schuld, sondern der Ethernet-Chip (oder dessen Treiber).

Der Beheld lt. Community: sudo rpi-update. Das brachte zwar eine deutliche Besserung (obwohl mein Image gar nicht woo alt war…) Aber noch keine endgültige Lösung.

Eine weiterer Tipp im offiziellen Forum ist per Cronjob einen Ping auf eine bestimmte Adresse (am besten das Gateway im Netzwerk) ausführen lassen – falls nichts zurückkommt: reboot. Rabiat, sollte aber funktionieren – zumindest solange man am Netz hängt. Fehlt das Netzwerk oder aus irgendwelchen Gründen das Gateway, hat man ein Reboot-Perpetuum-Mobile gebaut. Ich habe noch nichts clevereres gefunden, werde aber meine Augen offen halten (müssen).

Ein Tag

Die Lernzeit ist ja üblicherweise die kreativste.

Aus Frust habe ich letztes Wochenende meine Webcam (eine Logitech C310) an den Raspberry Pi gedengelt und lasse ihn mit fswebcam seitdem jede Minute ein fortlaufend numeriertes Bild aufnehmen. Die Dateien wurde Anfangs (aus Bequemlichkeit) in die Dropbox geschoben (ja, für so einen Quatsch verwende ich das), mittlerweile tröpfeln die Jpegs aber auf einen angeschlossenen USB-Stick.

Die Fotos sehen dann ungefähr so aus:

img_0723

Der Blick von meinem Büro aus in Richtung Westen, der Wetterhahn auf der Garage weiß Bescheid.

Nach der Übertragung auf den PC fügt ffmpeg alle Einzelaufnahmen zu einem Film zusammen, was dann wie folgt aussieht:

2013-06-13.mp4 (ein paar Frames fehlen noch, aber da verpasst man nix)

Am ersten Tag habe ich schon gemerkt, dass die Kamera die direkte Sonne abbekommt und war schon kurz davor, die Sache abzubrechen. Nach dem Ansehen der Bilder und keinem Auffinden von „Brandspuren“, ließ ich das Teil weiterlaufen.

Heute nun habe ich dann doch leichte Abnutzungserscheinungen entdeckt:

img_1304

Meine Bildbearbeitungskünste sind in der Hinsicht leider nicht allzu groß, aber dank der Pfeile erkennt man glaube ich, was gemeint ist (der Streifen darunter ist ein Kondensstreifen, der verschwindet zum Glück wieder)

Merke: Im Jahr 2013 sind Bildsensoren zwar resistenter gegen direkte Sonneneinstrahlung, trotzdem muss man es nicht herausfordern.

Die Kamera wird nun ein wenig gedreht – damit so etwas nicht mehr so schnell passiert.

Die genaue Beschreibung von dem „Projektchen“ folgt, wenn ich wieder Zeit dafür hab.