EAGLE-Toolbar

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Obwohl ich EAGLE sehr gerne mag, hat mich eines schon immer genervt: für jedes Bauteil muss man entweder im Control Panel suchen oder den ungefähren Namen wissen, um es über die Kommandozeile und ADD-Befehl hinzuzufügen.

In den altbekannten Trash-Werbesendungen heißt es an dieser Stelle immer "Gibt's denn keine bessere Lösung?"

"Doch, jetzt gibt es eine."

Grundlage

EAGLE bietet ein Textmenü an, das sich seit einigen Versionen kaskadieren und sogar bebildern lässt.

Die Definition dieser Menüs findet über den Befehl MENU statt. Dieser ist allerdings nicht persistent und nach einem Neustart von EAGLE findet man wieder das "alte" vor.

Die beim Start von EAGLE festgelegten Menüs sind in der Startup-Datei eagle.scr im Verzeichnis /scr/ definiert.

Diese kann man nach belieben anpassen und somit die am häufigsten verwendeten Befehle schnell zugänglich machen.

Anpassungen

Schematic-Editor

Die erste Anpassung fand im Schematic-Editor statt.

Dort wurden in das Menü alle meine Standard-Bauteile hinzugefügt - zunächst als grundlegende Texteinträge.

Nachdem das Zeug etwas gewachsen ist, beschloss ich, die Verknüpfungen etwas auszuweiten und die Bauteile in Untermenüs zu verlagern. Der Button für die einzelnen Menüs wird durch ein entsprechendes Bildchen verschönert:

Eagle toolbar sch.png

Neben den Bauteilen lassen sich auch die Standard-Spannungs-Signale sowie ein SMD-Testpad (noch erweiterungsfähig) hinzugefügt werden. Mit dem letzten Button kann ein Screenshot mit 150dpi erstellt werden.

Board-Editor

Hier fällt das Menü etwas spartaner aus.

In der ersten "Funktionsgruppe" lässt sich das Grid in drei Stufen verändern:

  • Grob: 1,27mm (alternativ 0,635mm)
  • Mittel: 0,635mm (alternativ 0,3175mm)
  • Fein: 0,3175mm (alternativ 0,15875mm)

Die Maße sind ganz klar auf das Routen von SMD-Bauteilen ausgerichtet und jeweils ein vielfaches von der MIL-Einheit.

Mit den nächsten Buttons lassen sich die Top- und Bottom-Layer ein- und ausblenden

Die Layer *Names und *Values bleiben davon unangetastet. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich diese für das Routing selbst in aller Regel deaktiviere. Bei Bedarf können diese aber einfach in der Script-Datei hinzugefügt werden.

Neben den Layern kann auch die Anzeige von Polygonen (wie z. B. Masseflächen umgeschaltet werden. Leider ist der Klick auf den Ausblenden-Buttons nur die halbe Miete: EAGLE rendert die Ansicht leider nicht neu und die Polygone müssen mit dem Ripup-Befehl zurückgesetzt werden.

Einen Workaround hierfür habe ich noch nicht gefunden.

Zu guter letzt lässt sich über die Toolbar noch das ULP "length-freq-ri.ulp" aufrufen, die gerade bei ein wenig kritischen Designs sehr nützlich ist.

Installation

Wenn man keine eigenen Anpassungen in EAGLE hat und mit meinen Einstellungen leben kann (Grid wird im Layout-Editor im 1,27mm Raster als Punkte dargestellt) kann man die Ordner in der ZIP-Datei direkt ins EAGLE-Verzeichnis werfen.

Wer eigene Anpassungen in der scr-Datei hat, kann den /bin/-Ordner zunächst ohne Gefahr kopieren. Die eagle.scr-Dateien müssen jeweils mit einem Text-Editor geöffnet werden und manuell der Bereich zwischen den Kommentaren

### hobbyelektronik.org EAGLE-Toolbar ###

in die eigene Datei (natürlich an die passende Stelle) kopiert werden.

Achtung: Design-Link ist in "meiner" eagle.scr deaktiviert, da diese die zusätzlichen Buttons "aufbläht".

Getestet wurde die Toolbar bis jetzt mit EAGLE 5.12.0 und 6.2.0 und wird vermutlich auch mit anderen Versionen funktionieren.

Download

Datei:Eagle toolbar.zip