Fail: USB-Switch

Man spricht und schreibt eher ungern über eigene Fehler und/oder das eigene Unvermögen.

Aber Fehler gehören dazu. Man kann zwar ohne sie auch lernen, aber am besten und meisten lernt man meiner Meinung immer noch aus Fehlern.

Folgende Bastelei liegt schon ewig auf dem Tisch, genau genommen seit 2016:

An den Fädeldrähten sieht man – da passte etwas am Layout nicht. Der Schaltplan dazu sieht wie folgt aus:

Keine Ahnung woran es lag, der Knoten im Kopf mit negiertem Output Enable, high side switch und Inverter war wahrscheinlich zu groß. Eigentlich total Pillepalle aber es wollte einfach nicht.

Mit Fädeldraht hat es dann auch funktioniert aber das ganze Teil ist so unbefriedigend, dass ich mich entschieden habe keinen Artikel zu schreiben. Der USB-Switch ist schlecht beschaffbar und noch bescheidener zu Löten, die Einschaltfolge (erst Strom dann Daten beim Einschalten, beim Ausschalten umgekehrt) wird nicht eingehalten, die Höhe von Stecker und Buchse passen nicht zueinander, von richtigem Differential-Pair-Routing fange ich noch nicht einmal an zu sprechen.

Trotzdem hat das Teil seinen Zweck zumindest einmal erfüllt. Ob es mal eine out-of-box funktionierende Variante geben wird – keine Ahnung. Am liebsten wäre – zumindest mir – etwas, das deutlich mehr kann, sprich: USB Switch, Strommessung, Stromlimit, Schalten per PC (ohne zusätzliche Hardware), usw.

Vielleicht. Irgendwann.


Strg+Z

Argh! Am liebsten würde ich jetzt so lange auf Strg+Z hämmern, bis ich die Kamera nicht zerlegt habe. In wieder mal jugendlichem Leichtsinn habe ich den Bildsensor vom Objektiv getrennt und den Reflektor vom Display gerissen. Mann, bin ich dumm!

Denn: Die Kamera lebt! Einzig der fehlende Blitz wird beim Einschalten bemängelt.

SX280_lebt

Es wäre die perfekte Opferkamera geworden, für nichtmal nen Zehner. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich mir gerade in den Allerwertesten beiße? Keine Ahnung, warum das Teil vorher nicht komplett einschaltete (Doch, die 6. Stelle der SNR ist eine 4). Irgendein Dösbaddel hat die Flex zur Hintergrundbeleuchtung abgerissen – und ich möchte nicht ausschließen, dass ich dieser welcher war. *seufz*

Naja, zumindest kann man versuchen, das Beste aus der Situation zu machen – zum Beispiel den GNSS-Empfänger weiter erforschen. Es wäre interessant, ob, wann und wie die Almanach-Daten in den Empfänger kommen. Erster Versuch: Einfach mal die alte EED-Datei drauf und gucken was auf dem UART passiert. Kurz: Nix. Ok, vielleicht lädt die Kamera clevererweise nur die Daten, wenn sie auch gültig sind. Also einfach mal das Datum auf irgendwann 2014 (im gültigen Bereich) gesetzt und neu gestartet.

Here we go:

SX280_upload_almanach

Eine halbe Sekunde Upload. Bei einer Byte-Länge (mit Pause) von ca. 95 µs sind das ca. 7 KiB. Also wohl ein Auszug aus der Datei. Näher hab ich es mir noch nicht angeschaut.

Ok, nun ein völlig abstruses Experiment. Versuchen wir doch mal eine aktuelle EED-Datei, heute frisch vom Canon-Server geladen. SD-Karte rein, Datum umgestellt, Neustart. Der Logic Analyzer zeichnet wieder einen Transfer auf und die Kamera zeigt im A-GPS-Screen den Gültigkeitszeitraum richtig an. WTF!?

Canon, ich glaube, wir haben ein Problem! Ein persönliches sogar!

Als „Beweis“ habe ich ein Video gemacht. Die SD-Karte enthält bis auf die Bilder nichts, was GPS-Infos tragen würde. Meine richtige Kamera lädt keine Daten mehr. Sie ist in dieser Hinsicht also kaputt. Keine Ahnung warum, weil abgesehen von diesem Fehler funktioniert Geotagging ohne Probleme.

Jetzt wäre natürlich der Gedankengang nahe, eine Transplantation durchzuführen: Engine aus der Bastelkamera in die „Produktivkamera“. Nein. Nicht, weil ich fürchte, dass die Kamera dann im Einsatz nicht mehr so stabil läuft – ich vermute eher, dass der Flash neben dem Killflag für A-GPS auch Kalibrierdaten für den Autofokus (obwohl es der dumme mit Kontrastgrenze ist), Bildstabilisierung und ähnliche Korrekturdaten (Tote Pixel) der Kamera enthält. Es wäre ziemlich großer Mist, diese zu „verlieren“.

Jetzt muss Canon ran! Garantie ist vorbei, aber das ist ganz offensichtlich ein Fehler, für den ich nichts kann. Ich hätte gerne eine Erklärung!

Und es wäre nicht das erste Mal, dass sich eine PowerShot ohne meine Hilfe verabschiedet. Bei meiner A95 haben sich die Bond-Drähte vom Sensor gelöst und die A2100 bekam Alzheimer und wusste nicht mehr, wie sie hieß. Beide hat Canon auch nach der Garantie- bzw. Gewährleistungszeit kostenlos repariert, nervig ist es aber trotzdem. Die 300D von meinem Vater habe ich selbst wieder in Gang gesetzt. Mit einem Reißnagel. Vier von 6 Kameras sind somit im Eimer, wobei ich die 400D wegen Unzulänglichkeiten in der Software bzw. einem Objektivfehler auch nicht mehr wirklich nutze. Bleibt also nur die aktuell (noch) intakte 600D von meinem Paps. Vielleicht sollte ich doch mal über einen Systemwechsel nachdenken. Schade, denn ich mochte sie eigentlich ganz gern. Bis auf die Akkulaufzeit bei der SX280 im Videomodus und den nicht sauberen 60 fps-Aufnahmen…

Kann das nicht jemand anders machen?

Ich telefoniere gerne übers Festnetz. Vor allem, weil es recht günstig ist. Erst recht, wenn man auch ins Ausland sehr günstig telefonieren kann. Zum Beispiel mit Sipgate oder EinfachVoip. Von ersterem hat meine Mutter einen Account und 10 Euro als Starterli zu Weihnachten (neben den anderen Geschenken natürlich) bekommen, um eine Freundin in Indien anzurufen. Eine halbe Stunde kostet da so viel wie zwei Brezeln.

Ich selbst habe einen Account bei zweitem Anbieter – momentan noch aus Jux, aber falls doch mal ein Anruf ins Ausland sein muss…

Wie auch immer, eines Gemeinsam haben die beiden Accounts: Nomadische Nutzung ja, Mehrfachlogins nein. Wenn ich aber doch mal vom Handy aus anrufen will? Zweitaccount, daheim abmelden und am Handy anmelden? Nein. Zudem ist SIP reichlich unverschlüsselt und auch ansonsten habe ich in fremden WLANs eine halbwegs „sichere“ Verbindung zu meinem Mailserver oder ins WWW.

Zudem ist es auch im praktisch, vom Hotel-Netzwerk keine APKs untergeschoben zu bekommen (ja, das wurde versucht…) und ich will auch in restriktiveren Ländern Google-Dienste nutzen. Kurzum: VPN ist sehr praktisch.

Wenn es nach LG geht: War. Zumindest beim G2 bringt das Update auf das neuere Android 5.0.1 nicht nur ein neues Design, sondern auch regelmäßige Abstürze, wenn man versucht, sich in ein VPN einzuwählen. Das Problem existiert seit über einem Jahr und der Kundensupport sagt sinngemäß: wir wissen nicht, ob und wann der Praktikant, der das sonst immer gemacht hat, wieder da ist. Ihre Anfrage wurde ausgedruckt und dem Aktenvernichter verfüttert.

Ich frage mich ernsthaft und ein wenig rhetorisch, wie denn die Hersteller ihre Software überhaupt testen. Nein, nicht noch mehr Frustration. Das eigentliche Problem heißt: kein Vanilla-Android.

So viel zum Problem aber was ist die Lösung? Android ist zum Glück ein offenes System, auch wenn die meisten Hersteller Versuchen, dem einen Riegel vorzuschieben. Bis jetzt in den allermeisten Fällen (zum Glück) erfolglos. Denn offenbar bin ich mit dem Problem nicht allein.

Die ersten Versuche mit dem HTC Pyramid (Sensation) und Pico (Explorer) waren Anfangs mit sehr viel Zittern verbunden, Android kam jeweils nicht auf Anhieb hoch. Was, wenn das mit meinem G2 als „daily driver“ passiert? Ich hab aktuell kein funktionierendes Alternativ-Mobiltelefon (außer das Notfall-Nokia 1110i). Andersrum: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und: solche Fehler sind für mich wie ein Splitter im Kopf. Er tut im Moment nicht weh, aber er ist da – und du weißt es.

Also, Augen zu und durch. Mit dem SRKtool Root + TWRP installiert, den KitKat-Bootloader drauf und danach den dorimanx‘ Kernel installieren. Daumen drücken und mit einem verbleibenden Finger auf Reboot drücken. LG-Logo, PIN-Eingabe, aber auch Erfolg? Zumindest die Kernel-Tools mit sehr feinen Einstellungen melden sich.

Ob VPN auch funktioniert? Werde ich sobald wie möglich probieren. Im nächsten offenen WLAN.

Zu der Frage, ob und wie die Hersteller ihre Geräte und Software (nicht) testen gesellt sich nun die Frage, warum es schlussendlich doch wieder die jemand anders – in diesem Fall die Community – fixen muss?

Um-/Auf- und Ausräumen

Ich bin gerade halbwegs stinkig…
Vor zwei Wochen hat meine Schwester ihr Zimmer umgestaltet. In dem Tatendrang haben sie und meine mutter vorgeschlagen, mein Zimer auch etwas umzustellen, nachdem ich mich in letzter Zeit häufiger über den nächtlichen Lärm von nebenan (WC direkt neben dem Bett, natürlich mit Wand dazwischen) beschwert habe. Das Problem ist allerdings nicht der Standort meines Betts sondern vielmehr die Benutzung der Toilette. Ich verstehe nicht, wie man in Kenntnis der Tatsche, dass nebenan jemand schlafen will, so laut pinkeln/spülen kann…
Naja, zurück zum Thema.
Am Wochenende schlugen mir die beiden also vor, gemeinsam die kommende Woche ein wenig umzustellen.
Mein Kommentar: „mal schauen, wie es zeitlich geht“. Kein Ja und keine Aufforderung.
Montag abend kam ich von der Arbeit heim und wurde vor vollendete Tatsachen gestellt.
Wie Mario Barth so schön sagte: „Beim shoppen ist die Tüte mit Seidenstring zu schwer, aber biste mal einen Tag nicht da, räumt die die komplette Bude um!“
Enttäuscht waren die beiden schon, dass ich ihnen nicht vor Dankbarkeit und Freude um den Hals gefallen bin. Schließlich wollte ich das Ganze doch gar nicht!
Nicht nur, dass ich meine 5.1-Anlage neu einrichten durfe, der PC wurde gnadenlos zugestellt. Ich konnte noch nicht einmal E-Mails abrufen…
Nachdem ich mich einigermaßen von den Schocks erholte, llkam die nächste ungewollte Aufgabe: Aufräumen. Das gröbste ging erstmal auf den Dachboden, einiges auch in die Tonne.
Da ich vom 9-Stunden-Tag doch etwas geschafft war, beschloss ich die restliche Arbeit auf die kommenden Tage zu verlegen. Das wichtigste war ja getan: Rechner frei, Bett frei und Lautsprecher halbwegs hingestellt.
Tags drauf kam wider meine Mutter daher „räum diese Woche auf, sonst mach ich das“ (Frau räumt Bastlerzimmer auf – „das braucht man doch alles gar nicht…“).
Also hab ich auch das etwas kleinere Zeug verräumt. „Den kaputten Ventilator brauchst du doch nimmer“. Kam dann irgendwann. „Der geht schon noch, nur fehlt halt der Fuß“, was auch der Fall ist.
Das Teil war ideal um es abend ans Fenster zu legen um kühle Luft hineinzublasen. War. Seit heute ist das Teil nämlich weg. Entweder auf dem Dachboden (will ich hoffen) oder im Müll (will ich für sie nicht hoffen).

Was mir an der ganzen Sache so richtig die Galle hochquellen lässt: Ich beanspruche Für mein Zimmer vll. 25m², im Dachboden vielleicht noch 5m² und erwarte eigentlich nur, dass da nix wegkommt, was bis Dato ja auch der Fall war. Es kann aber nicht sein, dass dann ohne Sinn und Verstand das Zeug weggeschmissen wird. Ich geh‘ ja schließlich auch nicht an den Kleiderschrank meiner Mutter/Schwester und „räum mal  bisschen aus“.
Aber die Tatsache, dass gegen meinen Willen auf meinen „heiligen“ 25m² um-/ausgeräumt wird, macht mich ehrlich stinksauer. Das geht einfach nicht!
Ich werde meine Mutter morgen zur Rede stellen, was das soll und werde dann ggf. Nochmal berichten.